1100km zurück ins Fiordland

15. Juni 2014 at 10:13

Ganz knusper sind wir beiden auch nicht mehr. Vom äußersten Zipfel im Norden (Golden Bay, Farewell Spit) ging es in 2 Tagen zurück ins Fiordland. Und es wird euch kaum überraschen, was der Anlaß für unsere überstürzte Reise von einem zum anderen Ende der Südinsel war.

Impressionen unserer kurzen Zeit im Norden der Südinsel:

Abel Tasman

Akersten Bay, Abel Tasman Track

Golden Bay

Blick auf Farewell SpitBarfuss

Wharariki Beach

Wharariki BeachWharariki Beach2Wharariki Beach1

Der mit Abstand schönste Strand, den wir bisher auf der Südinsel gesehen haben! Bei Ebbe sind viele Höhlen begehbar und kleine Pelzrobben tummeln sich in den Rockpools.

Rundwanderweg Wharariki Beach

In der Hoffnung, dass es euch nicht schon langweilt – wie sollte es auch anders sein – mussten wir doch, wenn wir schon einmal in unserem Leben in Neuseeland sind, den Milford Track: “the finest walk in the world” (zitiert nach Blanche Baughan) laufen. Für nahezu die ganze Südinsel hieß es “Land unter” mit viel Regen, nur im Fiordland sollte ab Dienstag die Sonne lachen und als Freelenzer haben wir das Privileg, dem schönen Wetter hinterherreisen zu können. Gesagt, getan: Samstag den Wetterbericht gesehen, Sonntag ging die Reise los.

In Takaka haben wir noch Timm aus Berlin aufgeladen, der uns für die nächsten 200km begleitete. Und wie es doch so schön heißt, man trifft sich immer zweimal im Leben. Also haben wir Timm nach 5 Tagen in Te Anau auf dem Zeltplatz wieder getroffen. Sonst wären wir alle als Namenlose in die Reiseblog-Geschichte eingegangen (sträflich wie wir sind, haben wir uns beim ersten Mal nicht einander vorgestellt). Also Timm, vielleicht auf ein Wiedersehen in der Heimat. Viel Spaß auf Hawaii!

Schafe haben Vorfahrt

Nach 8 Stunden und über 600km haben wir Haast, unseren Zwischenübernachtungsplatz, in der Dunkelheit erreicht. Am Montag Morgen ging es weiter bis nach Te Anau. Die Erwartungen unsererseits waren dementsprechend hoch: 1100km für einen Track. Spannender Beginn mit einer 2stündigen Bootsüberfahrt auf dem “Lake Te Anau” in die völlige Abgeschiedenheit und die Bedingung, einen Personal Locator Beacon für den Notfall dabei haben zu müssen, roch nach Abenteuer. Der Milford Track selbst ist wie ein netter Spaziergang durch das Fiordland. Keine Frage, die Natur ist “much more beautifuler” (zitiert nach einem Englisch sprechenden Deutschen), das Wetter war grandios, aber eben nur ein Spaziergang auf gut präparierten Wegen. Dabei soll doch der Fiordland-Schlamm so schön zum Versinken sein.

Milford TrackMilford Track2.JPGMilford Track3.JPG

Nichtsdestotrotz war es ein schönes Abenteuer, das wir mit 7 jungen Menschen aus Frankreich, Australien, Südkorea, Dänemark und Schottland teilen konnten. Vor allem ein Südkoreaner hat es uns angetan. Der war in seiner (humorvollen) Art und Weise so richtig knuffig. Und kleine Fiordland-Berühmtheiten sind wir nun auch und haben es auf Seite 2 der kostenlosen Lokalzeitung “Fiordland Advocate” geschafft.

Neun kleine Tramperlein..

Die Neuseeländer sind immer für eine Überraschung gut. Sollte es doch eigentlich wieder mit einem Boot über den Milford Sound zurück in die Zivilisation gehen, saßen wir kurzerhand in Kajaks und paddelten dem Ende unserer Milford-Expedition entgegen. Ein wirklich fantastischer Abschluss.

Wasserwanderer

Ich muss nun das Bett hüten und hoffe, dass wir schnellstmöglich wieder die Gipfel Neuseelands erklimmen können. Mein persönlicher Krankenpfleger ist sehr um meine Genesung bemüht :)