In den Kepler Mountains

20. März 2014 at 22:22

In 3 Tagen die Kepler Mountains mit jeweils 10-12 Kilo Gepäck durchquert.

Ist es nicht schönAm Abgrund Auf Treppen den Berg hinab

Wir sind wieder zurück und haben den etwa 60 km langen Kepler Track weitestgehend gut überstanden, bis auf geschwollene Knöchel, extreme Rücken- und Fußschmerzen sowie eine Elefantenhand aufgrund der Sandlfy-Bisse. Mit dem ganzen Gepäck ist es dann doch nicht so einfach zu meistern.

Der erste Tag glich eher einem gemütlichen Spaziergang durch Wald und Wiesen zum ersten Campingplatz am See “Lake Te Anau”. Dort hatten wir Luxus pur: ein eigenes Plumsklo und eine Feuerstelle nur für uns. Es haben nur die Würstchen gefehlt.

Baumgrenze überwunden

Am zweiten Tag kam dann der anstrengende Part und es ging rauf auf über 1400 Meter mit einem Abstecher auf den Mt Luxmore (1472 m) und schließlich wieder alles bergab. Insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs mit kleineren Pausen. Das Wetter war zum Glück auf unserer Seite, so dass wir entlang des Bergkammes der Kepler Mountains tolle Aussichten genießen konnten. Voller Erschöpfung am zweiten Zeltplatz angekommen, haben uns Schwärme von Sandflies empfangen. Wären wir mit Helga unterwegs gewesen, hätten wir uns wahrscheinlich schnell wieder vom Acker gemacht. Da mussten wir nun durch. Dafür haben wir in der Nacht einen Kiwi und einen Hirsch brüllen gehört.

Mt Luxmore

Besser nicht vom Weg abkommen

Am letzten Tag war es dann ein regelrechter Kampf. Der Rucksack wollte partout nicht leichter werden und der Rücken nicht aufhören zu schmerzen. 1 Stunde laufen, kurz Rucksack absetzen, weiter ging’s – so hangelten wir uns nach etwa 5 Stunden zur letzten Hütte. Von dort aus waren es noch 1 1/2 Stunden zum Parkplatz. Dieses letzte Stück haben wir dann gentrennt voneinander gemeistert: Hennes im Entenmarsch und Susi im Turbogang. Super glücklich waren wir, als wir wieder Zuhause – bei unserem Auto – angekommen waren und alles so vorgefunden haben, wie wir es verlassen hatten.

Still und starr ruht der See

 

Am nächsten Tag hatten wir unsere WoF-Inspektion (TÜV-Prüfung) und nun mussten wir unsere Helga für zwei Tage abgeben und uns ein anderes Quartier suchen. Leider ließ der Prüfer den vorhandenen Rost an der A-Säule nicht durchgehen. Nun heißt es erst einmal abwarten und Geld für die Schönheitsreparaturen von Helga zusammenkratzen. Wenn alles gut geht, bekommen wir heute unseren neuen WoF und haben damit Ruhe für die nächsten 6 Monate. Wenn das so weiter geht, kommen wir wohl ums Arbeiten nicht herum :(