Aufbruch zur Westküste

10. März 2014 at 4:11

Von Kaikoura aus ging es nach Hamner Springs, welches übrigens besser Hot Springs heißen sollte – mit gefühlten 30 Grad im Schatten.

Hamner Springs ist als Kurort bekannt für seine heißen Thermalquellen, die wir auf jeden Fall in der kälteren Jahreszeit aufsuchen werden. Stattdessen haben wir einen Walk durch die bergige Waldlandschaft unternommen. Es ging rauf auf bis zu 1000 Metern, stetig hoch und runter und zu Beginn mussten wir gleich bei brütender Mittagshitze das steilste Stück der Strecke überwinden. Oben angekommen gab es dann eine freie Stelle, um die Aussicht ins Tal zu genießen. Etwas Erfrischung brachte das Ziel unseres Trips, ein kleiner Wasserfall.

Nach 2 Tagen ging es wieder los, denn schließlich haben wir ein Ziel vor Augen, und zwar so lange wie noch Sommer ist, schnellstens den Süden der Südinsel mit den Fjordlandschaften und Gebirgsketten zu erreichen. Also ab in Richtung Westküste, um über eine der schönsten Küstenstraßen in den Süden zu gelangen. Damit es Helga nicht langweilig wird, müssen wir sie natürlich auch mal spielen lassen, also Off Raod fahren. Die Rainbow Road, die von Hamner Springs nach St. Arnaud führt, kam uns da sehr gelegen. Zumal es auf der Strecke einen kostenlosen Basic-Campingplatz (d.h. mit Plumsklo) an einem See gibt. Bei strahlendendem Sonnenschein am See angekommen, haben wir uns gleich noch auf eine Wanderung begeben, um den schönen Tag auszunutzen. Wie wir es nicht anders aus Deutschland kennen, dachten wir uns, wir könnten doch gemütlich um den See laufen und uns eine nette Badestelle suchen. Nur gab es nach ein paar hundert Metern Steine am Seeufer keinen Weg mehr. Also mussten wir den Berg hochklettern, uns durch hüfthohes Gras, Gestrüpp und Büsche kämpfen, uns den Weg durch das Unterholz in den kleinen dichten Wäldern am Rand freischaufeln, um endlich ans andere Ende des Sees zu gelangen. Für Baden war dann leider keine Zeit mehr, weil wir uns beeilen mussten, um noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu sein. Nach über 3 Stunden Kampf durch die Natur waren wir wieder „zu Hause“ angekommen. Ein Neuseeländer, der ebenfalls an dem See gecampt hat, hatte sich schon Sorgen um uns gemacht. Lektion Nr. 1 gelernt: Zur eigenen Sicherheit immer jemanden Bescheid geben, dass im Notfall jemand weiß, wo du bist und Hilfe holen kann.

Panorama Lake Tennyson 1

Ab dem See folgte dann der interessantere Teil der Off Road Piste, die im übrigen eine private Straße ist und wir am Ende 25 NZD für die Nutzung zahlen mussten. Aber das Geld wars auf jeden Fall wert. Wilde Flüsse durchqueren, freilaufende Schafe und Kühe auf der Straße und natürlich Natur pur. Zum Schluss gab es dann noch eine Ein-Personen-Hängebrücke.

Ab durchs Wasser

Weiter auf der SH6 in Richtung Westen passierten wir Lake Rotoiti und Rotoroa. Geplant war eigentlich eine Übernachtung am herrlichen Lake Rotoroa. Aber die Natur hat wahrlich ihre Tücken, da wir gefühlt von hunderten Sandflies attakiert wurden. Aus der Nacht wurde nur eine kurze Rast, also wieder ab ins Auto und weiter.

Lake Rotoroa

Am nächsten Tag sind wir schlussendlich, nach kleineren Pausen an Wasserfällen am Buller  River in Westport gelandet.

Kranker Kajakfahrer

Abgefahren!!!